Mobile PV-Anlagen für Energieversorger
Dezentrale Stromversorgung für Stadtwerke und Netzbetreiber
Die Transformation der Energiewirtschaft erfordert von Stadtwerken, Netzbetreibern und Energiedienstleistern ein Höchstmaß an operativer Flexibilität. Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien, der Hochlauf der Elektromobilität und die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie und Gewerbe stellen die bestehenden Verteilnetze vor erhebliche strukturelle Belastungen. Während der konventionelle, physische Netzausbau aufgrund langwieriger Planungs-, Genehmigungsverfahren und Tiefbaumaßnahmen oft Jahre in Anspruch nimmt, fordern Großkunden und Kommunen sofort verfügbare, klimaneutrale Energielösungen.
Anfrage sendenDie operativen und infrastrukturellen Herausforderungen von EVU und Netzbetreibern
Energieversorgungsunternehmen (EVU) agieren heute in einem komplexen Spannungsfeld aus strengen regulatorischen Vorgaben, technischer Netzstabilität und der Notwendigkeit, wirtschaftlich tragfähige Angebote für Geschäftskunden bereitzustellen. In der täglichen Praxis ergeben sich daraus spezifische Problemfelder.
Netzengpässe und verzögerter Netzausbau bei industriellen Großprojekten
Wenn Gewerbegebiete erweitert werden, neue Logistikzentren entstehen oder dezentrale Großverbraucher kurzfristig hohe Anschlussleistungen fordern, stoßen die lokalen Verteilnetze an ihre Kapazitätsgrenzen. Bis neue Leitungen verlegt oder Transformatorenstationen aufgerüstet sind, vergehen oft Monate. Für den Energieanbieter bedeutet dies einen temporären Verzicht auf Netznutzungsentgelte und potenziellen Absatz. Zudem führt die Unfähigkeit, schnell grüne Energie bereitzustellen, zu Unzufriedenheit bei kommunalen und gewerblichen Partnern, die an ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele gebunden sind.
Der ökologische Widerspruch konventioneller Überbrückungskonzepte bei Wartungen
Bei planmäßigen Wartungsarbeiten, Netzentkopplungen oder unvorhergesehenen Störungen im Leitungsnetz müssen Versorger die Netzkontinuität durch Notstromkonzepte absichern. Bislang kommen hierbei fast ausschließlich mobile Dieselaggregate zum Einsatz. Dies steht jedoch in direktem Widerspruch zu den kommunalen Klimaschutzverträgen und den ESG-Richtlinien der Energieversorger selbst. Die fossile Überbrückung verursacht erhebliche Betriebskosten durch Treibstoffverbrauch, erfordert eine permanente Logistikkette und belastet die CO2-Bilanz des Energieunternehmens maßgeblich.
Akuter Platzmangel an logistischen Knotenpunkten und Umspannwerken
Die Installation konventioneller, temporärer Photovoltaikanlagen scheitert im urbanen Raum oder auf den Geländen bestehender Umspannwerke oft am akuten Platzmangel. Freiflächenanlagen erfordern aufwendige Genehmigungen, Fundamente und Umzäunungen. Energieanbieter benötigen daher Systeme, die den vorhandenen Raum effizient doppelt nutzen, ohne zusätzliche Grundstücksflächen zu beanspruchen.
Das SunPlate Produktportfolio
Modulare Lösungen für die Netzinfrastruktur
Um diese infrastrukturellen Hürden zu überwinden, bietet SunPlate ein ineinandergreifendes Ökosystem an Produkten, das bestehende, mobile Raumsysteme der Energieversorger in aktive Erzeugungseinheiten verwandelt. Technische Schaltstationen, mobile Leitstände oder temporäre Lagerflächen basieren im Netzbetrieb meist auf standardisierten 20-Fuß-ISO-Containern.

SunPlate PRO
Maximale Einspeiseleistung für kritische Netzknotenpunkte
Wenn an temporären Netzknotenpunkten oder bei Großstörungen maximale Leistung zur Netzentlastung gefordert ist, kommt die SunPlate PRO zum Einsatz. Mit der höchsten Peak-Leistung im Portfolio ist diese Einheit darauf ausgelegt, signifikante Energiemengen direkt bereitzustellen. Sie dient Energieanbietern als mobiles Kleinkraftwerk auf dem Dach großflächiger Bürocontainer, um die Grundlast technischer Verbraucher effektiv abzufedern und Netznutzungsentgelte vor Ort zu sichern.

SunPlate BASIC
Kontinuierliche Eigenversorgung dezentraler Netzinfrastruktur
Für den standardmäßigen Betrieb dezentraler Mess-, Regel- und Schaltstationen bietet die SunPlate BASIC die optimale technische Basis. Sie sichert die kontinuierliche und wirtschaftliche Eigenversorgung von technischen Baustellencontainern oder Lagercontainern, in denen empfindliche Telemetriegeräte untergebracht sind. Der Zukauf oder die Bereitstellung teurer, temporärer Zähleranschlüsse für diese Standorte wird dadurch hinfällig, was die Netznebenkosten für den Betreiber senkt.

SunPlate LITE
Schnelle logistische Intervention bei kurzfristigen Netzwartungen
Bei kurzfristigen Netzausfällen, schnellen Reparatureinsätzen oder dringenden Wartungsarbeiten zählt jede Stunde. Die SunPlate LITE ist gewichtsoptimiert und auf maximale Transporteffizienz ausgelegt. Logistikteams der Energieversorger können dieses System in kürzester Zeit zum Einsatzort transportieren, per Kran auf den dortigen Lagercontainer verlasten und die kritische Infrastruktur der Techniker sofort mit emissionsfreiem Strom versorgen.
Sektorenkopplung und Lastmanagement im temporären Inselnetz
Die Erzeugung von grünem Strom ist für Energieversorger nur dann wertvoll, wenn sie sich nahtlos in das bestehende Lastmanagement integrieren lässt. Die Systemkomponenten von SunPlate fungieren hierbei als Bindeglied zwischen Erzeugung, Speicherung und Verbrauch vor Ort.

PowerHub
Skalierbare Mikrogitternetze per Plug-and-Play
Um temporäre Mikrogitternetze (Microgrids) für Kommunen, Gewerbegebiete oder Großbaustellen aufzubauen, müssen mehrere Erzeugungseinheiten gebündelt werden. Der PowerHub dient als zentrale Steuerungs- und Verteilereinheit. Über normierte CEE 32A Verbindungen koppelt er bis zu zehn SunPlate-Module zu einem leistungsstarken Systemverbund von bis zu 22 kW. Der PowerHub synchronisiert die Einspeisung und sorgt für eine symmetrische Phasenbelastung, was für die Stabilität sensibler Verteilnetzstrukturen unerlässlich ist.

StorageUnit
Lokales Peak-Shaving und ausfallsicherer Nachtbetrieb
Die Volatilität der Solarenergie erfordert Speicherlösungen, um Erzeugungs- und Verbrauchshöhepunkte voneinander zu entkoppeln. Die StorageUnit ist ein robuster, industrietauglicher Batteriespeicher, der perfekt auf das SunPlate-System abgestimmt ist. Für Energieanbieter übernimmt die StorageUnit eine Doppelrolle: Sie sichert die lückenlose Stromversorgung technischer Anlagen während der Nachtstunden und dient gleichzeitig als Werkzeug zur Lastspitzenkappung (Peak-Shaving). Dadurch werden lokale Transformatoren in Zeiten hoher Netzlast spürbar entlastet.

Charge
Mobile Ladeinfrastruktur als profitables Contracting-Modell
Die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ist ein Kernbestandteil moderner B2B-Vertriebsstrategien von Energieversorgern. Mit der Einheit SunPlate Charge lässt sich ein mit PV-Modulen ausgestatteter Bürocontainer oder Lagercontainer im Handumdrehen um dedizierte Ladepunkte erweitern. Energieanbieter können so Flottenkunden, Kommunen oder Industriegebieten eine sofort einsatzbereite, vom Hauptnetz unabhängige Ladelösung anbieten. Dies verhindert unvorhergesehene Lastspitzen im Verteilnetz und demonstriert angewandte Sektorenkopplung direkt am Point of Consumption.
Datenbasierte Netzsteuerung und energiewirtschaftlicher Nutzwert
Um diese infrastrukturellen Hürden zu überwinden, bietet SunPlate ein ineinandergreifendes Ökosystem an Produkten, das bestehende, mobile Raumsysteme der Energieversorger in aktive Erzeugungseinheiten verwandelt. Technische Schaltstationen, mobile Leitstände oder temporäre Lagerflächen basieren im Netzbetrieb meist auf standardisierten 20-Fuß-ISO-Containern.

Energy Guard
Smart-Meter-Funktionalität für das übergeordnete Asset-Management
Der Energy Guard ist das digitale Kontrollzentrum des gesamten Systemverbunds. Als hochpräzise Monitoring- und Steuerungseinheit erfasst er sämtliche Erzeugungs- und Verbrauchswerte in Echtzeit. Für Energieversorger ist diese integrierte Smart-Meter-Funktionalität von zentraler Bedeutung: Über standardisierte Schnittstellen lassen sich die Daten in die übergeordneten Leitstandssysteme (SCADA) des Netzbetreibers integrieren. Zudem liefert der Energy Guard revisionssichere Daten für das Herkunftsnachweisregister (HKNR) und automatisiert das behördliche ESG-Reporting, indem er die exakte CO2-Minderung dokumentiert.
Mehr erfahrenWirtschaftlicher Nutzwert und CO2-Minderungspotenzial
Der Verzicht auf fossile Brennstoffe und die Vermeidung teurer Überbrückungsmaßnahmen führen zu einer direkten Optimierung der betrieblichen Kennzahlen. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht das ökologische und ökonomische Potenzial beim Einsatz eines standardisierten Setups aus fünf Erzeugungsmodulen im Netz- oder Dienstleistungsbetrieb eines Stadtwerks: